Beethovenhalle Bonn

BEETHOVENHALLE
Bonn
BAUHERR
Bundesstadt Bonn
BAUSUMME
ca. 120 Mio. €
BAUZEIT
2016 — 2018
TÄTIGKEIT
LP 6 , LP 7 , LP 8,  LP 9
ENTWURFSBÜRO
Nieto Sobejano Arquitectos
www.nietosobejano.com

Im den Erhalt des kul­tu­rel­len Erbes, Betriebs­si­cher­heit und zukünf­ti­ge Nutz­bar­keit der Beet­ho­ven­hal­le Bonn als Kon­zert- und Kon­gress­hal­le zu gewähr­leis­ten, waren umfas­sen­de Instand­hal­tungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men erfor­der­lich. Zu die­sem Zweck soll das Gebäu­de nicht nur in denk­mal­pfle­ge­risch vor­bild­haf­ter Wei­se instand­ge­setzt wer­den. Das Beet­ho­ven­or­ches­ter soll­te zudem die drin­gend erfor­der­li­che Pro­ben- und Auf­ent­halts­mög­lich­kei­ten in der Beet­ho­ven­hal­le bekom­men und hier eine Heim­stät­te erhal­ten. Die Beet­ho­ven­hal­le mar­kiert auf ihrem erhöh­ten Stand­punkt, einer ehe­ma­li­gen baro­cken Bas­ti­on, die nörd­li­che Gren­ze der his­to­ri­schen Stadt Bonn. Die­se her­aus­ra­gen­de städ­te­bau­li­che Situa­ti­on wur­de durch die Gestal­tung der Frei- und Park­flä­chen, die sich von der Wel­sch­non­nen­stras­se bis zum Rhein­ufer erstre­cken, noch­mals betont. Die Qua­li­tä­ten des Bau­kör­pers lie­gen neben der Kom­po­si­ti­on der For­men vor allem in der sorg­fäl­ti­gen Aus­wahl der viel­fäl­ti­gen, kon­tras­tie­ren­den Mate­ria­li­en, sowie in der Set­zung der Bau­kör­per, deren Kon­tu­ren nach his­to­ri­schem Vor­bild von fein­glied­ri­ger Fas­sa­den­de­tail­lie­rung sowohl in opa­ken, als auch in trans­pa­ren­ten Berei­chen gekenn­zeich­net sind und die zum Dach hin von Atti­ken begrenzt werden.

Das Gebäu­de bleibt in sei­ner Kuba­tur unver­än­dert. Ledig­lich im Bereich des Anlie­fer­hofs an der Wachs­blei­che zeigt sich ein größ­ten­teils unter­ir­disch gele­ge­nes Erwei­te­rungs­bau­werk, wel­ches Platz für haus­tech­ni­sche Anla­gen und neue Küchen­ne­ben­räu­me für die Gas­tro­no­mie bie­tet. Im Inne­ren des Gebäu­des gibt es weit­rei­chen­de Ver­än­de­run­gen: Neben der Tie­fer­le­gung des Stu­di­os und der Errich­tung eines im Unter­ge­schoss des Süd­be­rei­ches befind­li­chen neu­en Foy­ers wer­den etwa neue Auf­zugs­an­la­gen und Trep­pen­häu­ser errich­tet und moder­ne haus­tech­ni­sche Anla­gen instal­liert. Im Zuge des­sen wer­den weit­rei­chen­de Tei­le der Back­stage-Berei­che, ins­be­son­de­re im Unter­ge­schoss neu struk­tu­riert und neu­en Nut­zun­gen zuge­führt. Alle Fas­sa­den wer­den instand­ge­setzt bzeie­hungs­wei­se nach his­to­ri­schem Vor­bild erneu­ert. Dies schließt eine voll­stän­di­ge Dach­sa­nie­rung der Flach- und Kup­fer­dach­be­rei­che mit ein. Im Inne­ren wer­den Ober­flä­chen instand­ge­setzt und, bzw. oder nach his­to­ri­schem Vor­bild erneuert.

Bild­quel­le: Nie­to Sobe­ja­no Arquitectos