Phänomenta

PHÄNOMENTA
Flensburg
BAUHERR
Stadt Flensburg
BAUSUMME
4,2 Mio €
BAUZEIT
2006–2008
TÄTIGKEIT
LP 0, LP 2 Kosten + Termine, LP 3 Kosten + Termine, LP 6, LP 7, LP 8, LP 9
ENTWURF
Architekten Prof. Sill
www.architektenprofsill.de

Der Ent­wurf des Büros Prof. Klaus Sill Archi­tek­ten gewann den 2005 aus­ge­lob­ten Archi­tek­ten­wett­be­werb zum Sci­ence Cen­ter Phä­no­me­n­ta in Flensburg.

Die kom­ple­xe Auf­ga­ben­stel­lung bezog sich dar­auf, ein 1200qm gro­ßes Aus­stel­lungs­ge­bäu­de zu schaf­fen, das gemein­sam mit dem Bestands­bau der Phä­no­me­n­ta — einem umge­nut­zen Spar­kas­sen­ge­bäu­de aus dem Jahr 1951 — ein städ­te­bau­li­ches Ensem­ble am Ende der Flens­bur­ger Alt­stadt erge­ben soll­te. Umge­setzt wur­de dies, indem der Neu­bau als linea­rer Bau­kör­per auf der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Grund­stücks­flä­che plat­ziert wur­de — par­al­lel zum Bestands­bau und angren­zend an die Dubur­ger Stra­ße. Der Bau­kör­per schließt unmit­tel­bar an das his­to­ri­sche Nor­der­tor an und lässt es damit zu einem fes­ten Bestand­teil des Ein­gangs­foy­ers wer­den. Die Neu­stadt wird so an die Alt­stadt „her­an­ge­zo­gen“, und durch die Plat­zie­rung von PHÄNOMENTA+ und INNO.Z wird das his­to­ri­sche Stadt­tor in sei­ner denk­mal­pfle­ge­ri­schen Qua­li­tät her­vor­ge­ho­ben. Die signi­fi­kan­te Gestal­tung der Ost­fas­sa­de ist aus­ge­rich­tet auf den I.-C.-Möller-Platz, den Flens­bur­ger Hafen und den Bereich nörd­lich des Nor­der­tors. Die Ori­en­tie­rung des Ein­gangs zu Platz und Tor hin bil­det ein für das Muse­um ange­mes­se­nes Foy­er und lädt somit zum Besuch ein. Ein 3,5m brei­tes Was­ser­band mit sie­ben Kas­ka­den prägt die anschlie­ßen­de Platz­ge­stal­tung und dient als ver­bin­den­des Ele­ment zwi­schen Phä­no­me­n­ta und Hafen. Es stellt durch beweg­li­che Weh­re ein inter­ak­ti­ves Aus­stel­lungs­ob­jekt dar.

Die Fas­sa­de ist mit bedruck­tem Glas aus­ge­führt — Struk­tur und Farb­ge­bung sind ein mehr­fach trans­for­mier­ter Abdruck der Fas­sa­de des Nor­der­tors. Der zitier­te „far­bi­ge Schich­ten­wech­sel“ der Zie­gel ist cha­rak­te­ris­tisch für die Renais­sance­bau­kunst in Flensburg.

Die Anbin­dung des Wis­sen­schafts­zen­trums an das alte Spar­kas­sen­ge­bäu­de erfolgt mit­tels einer Licht­fu­ge zur Erschlie­ßung — alt und neu wer­den erleb­bar neben­ein­an­der gestellt.

Das baubüro.eins über­nahm bei dem Pro­jekt Wett­be­werbs­be­glei­tung, Kos­ten­schät­zung und ‑berech­nung, Ver­ga­be, Objekt­über­wa­chung und Objektbetreuung.